Andreas Ebenhöh - Experte für Unternehmenskultur und Leadership

Unternehmensziele – Zwischen Maximum und Optimum

Unternehmensziele – Zwischen Maximum und Optimum

Als Geschäftsführer, Manager oder Teamleader formulieren Sie immer wieder Ziele. Auf Grund der funktionalen Teilung in Ihrem Unternehmen, sprich Sie haben unterschiedliche Abteilungen für die verschiedenen Themen- und Aufgabenbereiche, wird ein gemeinsames Ziel nun zur Herausforderung. Die idealen Unternehmensziele können dann leicht, je nach Abteilung und Anspruch, mit den internen Zielen der einzelnen Funktionsbereiche kollidieren. Das führt dann zu großen finanziellen und atmosphärischen Problemen! Wie finden Sie nun Ziele, die mit allen Bereichen harmonieren, Ihrem Unternehmen dadurch grandiose Entwicklungsmöglichkeiten bieten und Sie somit wieder Zugriff auf ungeahnte Ressourcen haben?

Meines Erachtens nach gibt es in Punkto Unternehmensziele zwei entscheidende Fragestellungen:

  1. Dienen unsere Ziele dazu, das Maximum zu erreichen, auch wenn das bedeutet, dass über die Belastbarkeitsgrenzen von Menschen, Ressourcen und Prozessen hinweggearbeitet wird?

ODER

  1. Dienen unsere Ziele dazu, das Optimum zu erreichen, was so viel bedeutet wie, dass der größtmögliche Gewinn aller darauf basiert, hervorragende Synergien zwischen den unterschiedlichen Abteilungen zu erzeugen, eine vorbildliche Arbeitsatmosphäre für die Angestellten zu entwickeln und finanzielle Stabilität für die Zukunft des Unternehmens zu gewährleisten?

Das Optimum richtet sich also nach dem Wohlergehen und der Balance aller Bereiche, während das Maximum auf Kosten aller Bereiche nur den finanziellen Mehrwert im Blick hat.

Das ganze basiert auf einer wichtigen Erkenntnis, die ich hier als Frage formuliere:

Wie gut arbeiten Ihre Abteilungen wirklich zusammen? Wieviel Zeit, Energie, Geld und Arbeitsfreude kostet es, wenn Ihre Abteilungen unterschiedliche Ziele mit unterschiedlichen Methoden erreichen wollen? Wie hoch ist der Preis für Sie und Ihr Unternehmen, wenn Sie erkennen, dass sich das Unternehmensziel von den einzelnen Abteilungszielen unterscheidet?

Der Super-GAU kommt dann auf psychologiescher Ebene.

Wenn die einzelnen Mitarbeiter der unterschiedlichen Abteilungen an internen Zielen gemessen und bewertet werden, dann hängt der existenzielle Erfolg der Mitarbeiter viel mehr an den Abteilungszielen, als an den Unternehmenszielen. Dadurch geraten die Unternehmensziele auf Dauer in den Hintergrund, da die internen Ziele für die jeweiligen Mitarbeiter unmittelbare Priorität haben. Wer riskiert schon seinen Arsch für Ziele, die sich unbequem auf die eigene Stellung und Geldbörse auswirken?! Wer kann schon sein ganzes Know-How für Unternehmensziele bereitstellen, wenn er sich bereits an den Zielen seiner Abteilung die Zähne ausbeißt und ihm dann die Luft ausgeht?

Also, welche Ziele haben denn eigentlich Ihre einzelnen Abteilungen und die zuständigen Führungskräfte? Sind diese mit den Unternehmenszielen identisch und wo wir schon mal dabei sind: „Orientieren Sie sich am Maximum oder am Optimum?

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